Land Baden-Württemberg
 
Donauquelle in Donaueschingen
Donaustadt Ulm (Traditioneller Wasserfestzug "Nabada" auf der Donau)
Bevölkerung:
10.631.000 (Stand 2002)
Fläche:
35.752 km²
Bevölkerungsdichte:
297 Einwohner/km²
Landeshauptstadt:
Stuttgart
Internet::
www.baden-wuerttemberg.de
Lage:
Die Grenzlängen des Landes Baden-Württemberg betragen gegen Bayern 860 km, gegen Hessen 171,4 km, gegen Rheinland-Pfalz 93 km, gegen Frankreich 179,3 km und gegen die Schweiz bis zum Bodenseeufer bei Konstanz 315,6 km. Daraus ergibt sich die Gesamtlänge der Grenze von 1.619,6 km.
Baden-Württemberg liegt zentral im europäischen Wirtschaftsraum und ist von keiner europäischen Metropole weiter als vier Flugstunden entfernt.
Höchste Erhebung:
Feldberg (Schwarzwald) 1.493 m NN
Tiefster Punkt: Rheinpegel
Mannheim 85 m NN
Verlauf der Donau:
Aus den Quellflüssen Brigach und Breg entsteht die Donau bei Donauschingen. über die Städte Tuttlingen, Sigmaringen, Riedlingen und Ehingen nimmt sie ihren Verlauf bis hin zur Landesgrenze in Ulm.
Landesregierung:
Die Landesregierung von Baden-Württemberg setzt sich gegenwärtig
aus Ministerpräsidenten Erwin Teufel, elf Ministern, sieben politischen Staatssekretären und einem ehrenamtlichen Staatsrat zusammen.
Landesparlament:
Der baden-württembergische Landtag wird alle fünf Jahre gewählt. Die Wahlperiode des 13. Landtages hat am 1. Juni 2001 begonnen. Von den 128 Sitzen im Landtag entfallen 63 auf die CDU, 45 auf die SPD, 10 auf die FDP/DVP und 10 auf die Grünen.
Auf Beschluss des Landtages wurde im Blick auf die Schaffung eines "Europa der Regionen" in einer neu gefassten Präambel der Landesverfassung ausdrücklich aufgenommen, dass Baden-Württemberg "als lebendiges Glied der Bundesrepublik Deutschland in einem vereinten Europa, dessen Aufbau föderativen Prinzipien und dem Grundsatz der Subsidiarität entspricht, gestaltet und an der Schaffung eines Europa der Regionen sowie der Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aktiv mitwirkt."
Landeseinteilung:
Baden-Württemberg ist in vier Regierungsbezirke mit insgesamt zwölf Regionen gegliedert:
1. Regierungsbezirk Stuttgart
mit den Regionen
- Mittlerer Neckar
- Franken
- Ostwürttemberg
2. Regierungsbezirk Karlsruhe
mit den Regionen
- Mittlerer Oberrhein
- Unterer Neckar
- Nordschwarzwald
3. Regierungsbezirk Freiburg
mit den Regionen
- Südlicher Oberrhein
- Schwarzwald-Baar-Heuberg
- Hochrhein/Bodensee
4. Regierungsbezirk Tübingen
mit den Regionen
- Neckar-Alb
- Donau-Iller
- Bodensee-Oberschwaben
Des Weiteren ist Baden-Württemberg aufgeteilt in 35 Landkreise und 9 Stadtkreise. Es gibt insgesamt 1.110 Gemeinden.
Wirtschaft:
Mit seiner zukunftsorientierten Industrie stellt Baden-Württemberg eine der führenden Wirtschaftsregionen der Welt dar.
Sein Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2001 302.542 Milliarden Euro.
Baden-Württemberg ist unter den deutschen Flächenstaaten das Exportland Nr. 1, jeder dritte Arbeitsplatz in der Industrie hängt vom Export ab.
Weltbekannte Firmen wie Bosch, Daimler-Chrysler, Porsche, SAP oder Zeiss sind im deutschen Südwesten beheimatet. Baden-Württemberg ist auch Sitz vieler internationaler Firmen wie z.B. IBM, Hewlett Packard und Sony. Neben Großunternehmen bilden zahlreiche mittlere und kleine Unternehmen, der so genannte Mittelstand, das wirtschaftliche Rückgrat des Landes.
Traditionelle Hauptbranchen sind der Maschinenbau, der Fahrzeugbau und die Elektrotechnik. Die Bedeutung wichtiger Zukunftstechnologien nimmt stark zu, vor allem Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Biotechnik und Umwelttechnik.
Um seine Spitzenstellung im internationalen Wettbewerb behaupten zu können, hat Baden-Württemberg eine leistungsstarke Forschungsinfrastruktur aufgebaut. Mit seinen 2 Technischen Universitäten in Karlsruhe und Stuttgart, seinen 7 weiteren Universitäten in Freiburg, Heidelberg, Hohenheim, Konstanz, Mannheim, Tübingen und Ulm, mit
37 Fachhochschulen, 8 Berufsakademien, 3 Großforschungseinrichtungen,
14 Max-Planck-Instituten für Grundlagenforschung beispielsweise in Immunbiologie, Festkörperphysik oder über Metalle, 14 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft und 10 Instituten der industriellen Gemeinschaftsforschung in Gebieten wie Mikrosystemtechnik, technischem Glas, etc. ist Baden-Württemberg das Forschungsland Nr. 1 in Deutschland und Europa.
Erwerbstätige:
Insgesamt sind in Baden-Württemberg 4.977 Mio. Menschen erwerbstätig,
davon sind 4.450 Mio. abhängig Erwerbstätige (Beamte, Angestellte,
Arbeiter).
Prozentuale Verteilung auf Wirtschaftssektoren:
Land- und Forstwirtschaft:
2,2 %
Produzierendes Gewerbe:
40,4 %
Handel, Gastgewerbe, Verkehr: 19,6 %
Sonstige Dienstleistungen:
37,9 %
Landwirtschaftliche Nutzfläche:
1,5 Mio. ha
Forstwirtschaft / Waldfläche:
1,3 Mio. ha
Landesgeschichte:
Die gemeinsame Geschichte Baden-Württemberg beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Besatzungsmächte im Südwestdeutschen Raum die Ländergrenzen ihrem jeweiligen Herrschaftsbereich anpassten. Ohne die bereits bestehenden Länder zu berücksichtigen, entstanden in der französischen Zone die neuen Länder Baden (Südbaden) und Württemberg (Südwürttemberg-Hohenzollern) sowie in der amerikanischen Zone das Land Württemberg-Baden (Nordwürttemberg-Nordbaden). Nachdem die Länderregierungen dem Grundgesetz zugestimmt haben, wurden sie 1949 Länder der Bundesrepublik Deutschland. Die Grundlage für die Bildung Baden-Württembergs war eine Volksabstimmung am 09. Dezember 1951. Als eigentlichen "Geburtstag" Baden-Württembergs bezeichnet man den 25. April 1952, da an diesem Tag die Landesversammlung die erste Regierung wählte. Am 02. November 1953 wurde die Landesverfassung vom Landtag angenommen und trat am 19. November 1953 in Kraft.
Diese Verfassung bestimmte auch "Schwarz-Gold", die schon im 13. Jahrhundert die traditionellen Farben der Herzöge von Schwaben gewesen waren, zu den Landesfarben. Im Mai 1954 entschied sich der Landtag für ein Landeswappen, das sowohl die Einheit des neuen Baden-Württemberg symbolisieren, als auch die Tradition der früheren Länder und Landesteile wahren sollte. Neben dem Wappen der Staufer, die im Mittelalter Herzöge der Schwaben waren, sind im großen Landeswappen auch Symbole für die Länder Baden und Württemberg sowie für Franken, Hohenzollern, Kurpfalz und Österreich vertreten. Diese Wappen sind als Schild dargestellt und werden vom württembergischen Hirsch und vom badischen Greif gehalten, den symbolischen Wächtern und Hütern Baden-Württembergs und seiner Verfassung. |